-w-oo-w-  

CSU
PFEIL UNTEN
Po

 

[ANFANG]
[merkel]

[ANFANG]
[ANDERER VEREINE]
[UNSERE Politik]

 

shop

F O R U M

BLOG

twitter

c3s

folgen=follow

mail43
Flattr this

flattr

crowdfunding

DONATE

E-Mail

Zaehler_4
Navigation_10

UMTS          VW       ---Wikinger---****  POLITIK --------------FEUER----------  ALDI..................Bremen  Ferrari ######## Hausfrauen   $DM$ .........-.....Laserschwer Rasender Falke,Fusionsreaktor .....Echo Basis.......MARS ..  . ....Mercedes.. Hollywood-----  ::::::::::Mondbasis::::::::::::::  %%%%Raumschiffe%%%%   “””””  Ceres  “”””””

Video´s im wmf Format. Windows Media File

500 € gewinnen hier klicken

Video´s real

impressum

BuiltByNOF

 

Deutschland muß zuverlässiger Partner
in europäischer Raumfahrt bleiben!

Redebeitrag der CSU-Bundestagsabgeordneten Ilse Aigner in der raumfahrtpolitischen Debatte des Deutschen Bundestages am 22. April 1999

Auf der Ministerratstagung der Europäischen Raumfahrt Agentur (ESA) am 11./12. Mai in Brüssel stehen richtungsweisende Entscheidungen über die zukünftigen europäischen Raumfahrtaktivitäten an. Vor diesem Hintergrund setzt sich die CDU/CSU-Bundestagsfraktion entschieden dafür ein, daß die international eingegangenen Verpflichtungen am europäischen Raumstations-Entwicklungsprogramm von Deutschland auch in Zukunft eingehalten werden.

Die erforderlichen Mittel der deutschen Beteiligung in Höhe von rd. 2,5 Mrd DM, die noch von der früheren Bundesregierung für die Jahre 1998 bis 2004 vorgesehen wurden, müssen bereitgestellt werden. Deutschland hat im europäischen Verbund mit 41 % Beteiligung die führende Rolle beim Raumstationsprogramm. Die bereits erfolgten Budgetkürzungen von rd. 30 Mio. DM wie die noch geplanten Kürzungen bei der Raumfahrt gefährden die deutsche Beteiligung bei den neuen Projekten auf europäischer Ebene. Vor allem aber schränken sie den deutschen Arbeitsanteil an wichtigen technologischen Vorhaben stark ein. Ohne eine Aufstockung des deutschen ESA-Beitrages von zur Zeit 970 Mio. DM bzw. 980 Mio. DM im Jahr 2000 können etliche deutsche Firmen und zahlreiche Mittelständler ab dem Jahr 2000 nicht mehr mitforschen. Viele Projekte auf europäischer Ebene können ohne deutsche Beteiligung voraussichtlich gar nicht realisiert werden. Ohne das Wissen der DASA und der MAN-Technologie wäre an die Weiterentwicklung der ARIANE 5 nicht zu denken. Nur mit eigenen Trägerraketen können wir als Europäer im Zukunftsmarkt Satellitennavigation und Erdbeobachtung mitmischen.

Deutschlands Beitrag zu einer wettbewerbsfähigen europäischen Raumfahrt sichern

Im Moment transportieren die Amerikaner mehr als 60 Prozent aller Satelliten -militärische wie kommerzielle - ins All und sie übernehmen mit Neuentwicklungen die Führungsposition. Damit gerät Europa erneut in amerikanische Abhängigkeit. Langfristig bedeutet das auch den Verlust hochqualifizierter Arbeitsplätze in Deutschland. Mit einer leistungsstärkeren ARIANE 5 mit wiederzündbarer Oberstufe würde die künftige Wettbewerbsfähigkeit europäischer Raumtransportsysteme gegenüber der amerikanischen und russischen Konkurrenz gesichert. Für den Zeitraum von 2001 bis 2005 wird mit einem Bedarf an Satellitenstarts von 60 bis 90 pro Jahr gerechnet. Die Satelliten werden größer und schwerer, das heißt, die Trägerrakete ARIANE muß in wenigen Jahren 11 Tonnen tragen können und nicht wie heute sechs. Frankreich ist mit 45 % Beteiligung bei ARIANE führend. Deutschland hat sich bisher an allen ARIANE-Programmen mit 20 % beteiligt. Bezogen auf die ARIANE 5 Weiterentwicklung bedeutet das die Bereitstellung von 100 Mio. DM zusätzlich für die Jahre 2000 bis 2003.

Weiterhin muß die Bundesregierung die angemessene Beteiligung Deutschlands am Erdbeobachtungsprogramm der ESA sicherstellen. In der Erdbeobachtung ist die deutsche Industrie bei der Erforschung, Integration und dem Test von kompletten Satellitensystemen federführend. Dies muß für Wissenschaft wie auch für kommerzielle Anwendungen weiterentwickelt werden. Auch muß der Aufbau eines europäischen satellitengestützten Navigationssystems GNSS unterstützt werden. Damit soll die Abhängigkeit von dem amerikanischen GPS und dem russischen GLONASS-System, deren Peilsignale verschlüsselt sind und unter militärischer Verfügungsgewalt stehen, verhindert werden. Betrachten wir doch einmal das Ungleichgewicht in den öffentlichen Forschungs- und Entwicklungsbudgets von Europa und den USA: Während in den USA 1997 mehr als 10,7 Mrd. EURO für die Raumfahrt ausgegeben wurden, waren es in Frankreich 1,86 Mrd., in Italien 0,44 und Deutschland 0,69 Mrd. EURO. Den amerikanischen Raumfahrtaufwendungen in Höhe von mehr als 10 Mrd. EURO standen gerade mal 2,99 Mrd. EURO bei den drei führenden europäischen Nationen gegenüber.

Europäische Zusammenarbeit ausbauen

Die aktuellen Wettbewerbsbedingungen auf den Weltmärkten lassen keinen Zweifel darüber zu, daß eine enge Zusammenarbeit in Europa nicht nur als eine Chance, sondern eine Überlebensbedingung für die Raumfahrtindustrie bedeutet. Für nahezu alle Großprojekte gilt, daß sie allein in nationaler Kompetenz kaum noch mit vertretbarem Aufwand realisiert werden können, sondern europäische Zusammenarbeit fordern. Airbus, Arianespace oder Eurocopter sind Beispiele erfolgreicher europäischer Zusammenarbeit und eine solide Basis für die Zukunft. Nur eine europäische Luft- und Raumfahrtindustrie, die technologisch anspruchsvolle und finanziell ausreichende Entwicklungsmöglichkeiten hat, ist wettbewerbsfähig und auch für amerikanische oder asiatische Partner interessant. Dazu ist eine politische Flankierung der industriellen Bemühungen notwendig. Eine gemeinsame europäische Raumfahrtpolitik muß sich deswegen auch immer als "Instrument" europäischer Sicherheits-, Wirtschafts-, und Verkehrspolitik verstehen. Finanzielle Engpässe dürfen nicht dazu führen, daß sich Deutschland von den neuesten Entwicklungen abkoppelt und so den Anschluß an das Technologiefeld Raumfahrtmarkt verliert. Wir fordern die Regierung deswegen auf: Auf der Ministerratskonferenz in Brüssel muß eine angemessene finanzielle deutsche Beteiligung vorgesehen werden. Die europäischen Mitgliedsstaaten der ESA benötigen die versprochene deutsche Unterstützung, um die vorgesehenen Programme politisch und finanziell mitzutragen und verwirklichen zu können.

 

 

[ANFANG] [3D-OBJEK.DE] [NWGG] [JEDI-ORDEN] [WELTRAUM- ZEPPELIN] [en] [utsch] [Impressum]

Counter